Bluffen mit Stil – wie man glaubwürdig blufft

Viele neue Spieler registrieren sich nur aus einem Grund bei Poker Stars oder anderen Anbietern: Sie denken, dass sie durch Bluffs in Texa Hold em das schnelle Geld machen können. Das Prinzip des Bluffs ist denkbar einfach, denn man versucht ein schlechtes Blatt so zu spielen, als hätte man ein unschlagbares und will den Gegner somit zur Aufgabe zwingen.

 

Im Prinzip wendet jeder halbwegs gute Spieler ebenfalls eine Art des Bluffs an. Die Continuation Bet mit AK oder AQ auf einem Flop wie 3-6-T kann auch als eine Art Bluff angesehen werden und zugleich als die profitabelste. Viele Anfänger verlieren sich im Gedanken durch Bluffs das schnelle Geld machen zu können, doch in Wirklichkeit sieht die Sachlage ganz anders aus. Auch im professionellen Bereich kommen Bluffs nur sehr selten vor und wenn, dann werden sie mit Stil durchgeführt, so dass eine relativ geringe Chance besteht, dass diese entdeckt werden. Bluffs werden meist schon vor der Hand geplant und es spielen Faktoren wie die Position, Größe der Stack, das Image am Tisch, Reads auf die Gegner und die Karten auf dem Board eine Rolle, denn es gilt, glaubwürdig eine bessere Hand zu präsentieren.

 

Die Position in Poker ist ein wesentlicher Faktor, denn die meisten eerfolgreichen Bluffs werden durchgeführt, wenn man Position auf die Gegner hat und somit alle nötigen Informationen bekommen kann, die man will. So kann man relativ schnell erkennen, ob der Gegner Stärke oder Schwäche zeigt und abwägen, ob nun der richtige Zeitpunkt für einen Bluff gekommen ist oder nicht. Doch nicht nur die Position, sonder auch das Image am Tisch spielt eine entscheidende Rolle darüber, ob ein Bluff glaubwürdig durchgezogen werden kann oder nicht. Um einen Bluff einzuleiten, will man ein tightes Image haben und nicht als Maniac gelten. Die Gegner sollen wissen, dass man selbst nur mit guten Karten zum Showdown geht, so dass der Bluff glaubwürdig inszeniert werden kann.

 

Ein wesentlicher Punkt ob ein Bluff funktioniert oder nicht ist, wie die Karten auf dem Board aussehen und welche Geschichte man zuvor erzählt hat. Wenn man die Hand bislang sehr zaghaft gespielt hat und am Ende mit hoher Aggression wird der Gegner schnell merken, dass hier etwas nicht stimmen kann und der Bluff geht nach hinten los. Sollte es einmal vorgekommen sein, dass man bei einem Bluff erwischt wurde, wird das Image am Tisch rapide nachlassen und man verliert an Glaubwürdigkeit. Aus diesem Grund sollte man in derselben Session keinen einzigen Bluff mehr versuchen, sondern warten bis alles vergessen ist.