Die wichtigsten Grundregeln

Das Spiel kann beginnen, wenn sich am Tisch mindestens zwei Spieler befinden. Zum Dealer wird hintereinander jeder der Spieler und der Dealer Button, der auf dem Tisch liegt, zeigt, wer gerade der Dealer ist. Am Spielanfang verteilt der Dealer zu seiner Linken Seite die Karten. Jeder Teilnehmer muss 2 Karten auf der Hand haben, die er auch keinem anderen Spieler zeigen darf. Darauf folgt die erste Runde des Setzens (siehe 2.0.„Setzen und Limits“). Danach werden vom Dealer die ersten 3 Karten, „Community Cards“ genannt, aufgedeckt. Diese dürfen im Verlauf der Runde von jedem Teilnehmer genutzt werden. Diese ersten 3 Community Cards werden als „Flop“ bezeichnet. Nach einer weiteren Setzrunde deckt der Dealer eine vierte Community Card auf, den sog „Turn“. Jetzt folgt die letzte Setz-Runde, nach der die letzte Community Card aufgedeckt wird, der sog. “River“. So hat jeder Spieler 2 Karten auf der Hand und 5 auf dem Tisch. Aus diesen 7 Karten setzt sich jeder Teilnehmer 5 Karten so zusammen, dass sie für ihn ein möglichst hohes Blatt ergeben. Eine nicht fürs eigentliche Blatt verwendete „Hole Card“ wird „Kicker“ genannt. Der „Kicker“ ist ausschlaggebend, wenn 2 Spieler das gleiche Blatt besitzen.

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2. Setzen und Limits
Beim Setzen gibt es viele verschiedene Variationen nach denen gepokert wird. Die zwei geläufigsten sind: das „LIMIT“-Spiel und das „NO LIMIT“-Spiel. Setzen heißt, dass der Spieler, der an der Reihe ist, eine der Regeln entschprechende Anzahl Chips in die Mitte setzt. Die Einsätze aller Teilnehmer zusammen nennt man „Pot“. Um diesen wird es in dieser Runde gespielt, der Sieger bekommt ihn.
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2.1 Das Limit-Spiel
Beim Limit-Spiel wird das Spiel durch einen festen Beitrag begrenzt, den man setzten kann bzw. muss. Hierzu werden zwei Beträge vor Beginn des Spiels festgesetzt: der „Small Blind“ und der „Big Blind“. Dabei ergibt der „Big Blind“ jedes Mal das Doppelte des „Small Blind“. In den ersten beiden Setzrunden ist das Setzen der Höhe nach auf den Small Blind beschränkt, in den beiden letzten Setzrunden beträgt der Einsatz den „Big Blind“. Beim Limit-Spiel erfolgt der „Show-Down“, also die Ermittlung des Siegers gleich nach der vierten Setz-Runde.
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2.2 Das No Limit-Spiel (mit festen Runden)
Beim No Limit-Spiel gibt es keine festgelegte Limitierung der Einsätze. Nur der Mindest-Einsatz wird mit dem Small Blind und Big Blind, wie beim Limit-Spiel festgesetzt. Jeder Teilnehmer kann, immer wenn er an der Reihe ist, setzten, so viel er will (mindestens aber die Blinds).
Die Ausgabe der nächsten Karte erfolgt jedoch automatisch nach jeder Setz-Runde. Liegen alle 5 Community Cards im BOARD (die Reihe der 5 Community Cards auf dem Tisch), erfolgt nach der vierten Setzrunde automatisch der Show-Down.

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2.3 Das No Limit-Spiel (ohne Beschränkung)
Diese Version hat dieselben Setzregeln wie die oben aufgeführt, allerdings endet eine Setzrunde nicht automatisch, sondern erst, wenn alle Spieler entweder gefoldet oder geschoben oder gecallt haben. (Siehe 3.0: passen & schieben). Das heißt aber, dass Du selbst keine Chance hast, den Showdown auszulösen, solange einer der anderen Spieler raist.

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2.4 Alles Setzen: „all in“

Solltest Du nicht mehr genügend Chips haben, um die Einsätze mitzugehen, oder eben weil Du ein super Blatt auf der Hand hast oder bluffen willst, kannst Du „all in“ gehen – all deine verbleibende Chips setzen. Die Spieler nach Dir müssen logischerweise nur die Anzahl an Chips setzen, die Du mit „all in“ gesetzt hast. Danach bleibst Du im Spiel, selbst wenn Du eventuelle weitere Erhöhungen nicht mehr mitgehen kannst. Wenn Du am Schluss das höchste Blatt hast, kriegst Du von jedem verbleibenden Spieler lediglich den Wert deines „all in“ – der Rest des Pots geht an den Spieler mit dem zweithöchstem Blatt!
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3. Passen, Schieben, Mitgehen, Setzen, Erhöhen, Show-Down

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3.1 Passen („fold“)
In jeder Phase einer Runde kann jeder Spieler passen oder aussteigen („fold“). Er zeigt dem Dealer „fold“ und legt seine zwei Hole Cards verdeckt weg. Er nimmt danach nicht mehr an dieser Runde teil und hat demzufolge auch keine Chance mehr, den „Pot“ dieser Runde zu gewinnen, d.h. das Geld, das, er und andere Spieler gesetzt haben.

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3.2 Schieben („check“)
Wenn man kein wirklich gutes Blatt hat, oder die anderen es glauben lassen will, kann man schieben. Man verbleibt somit im Spiel, hat aber keine Chips gesetzt. Schieben kann man nur, wenn vor einem keiner gesetzt hat.

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3.3 Mitgehen („call“)

Wenn ein Spieler vor einem gesetzt hat, man aber nicht passen möchte aber auch nicht raisen möchte, kann man mitgehen („call“). Dazu setzt man einen Betrag in gleicher Höhe in den Pot, den der Spieler vor einem gesetzt hat.
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3.4 Setzten („bet“)
Bist Du als erster an der Reihe oder haben alle Spieler vor Dir geschoben („check“) oder gepasst („fold“), kannst Du setzten („bet“).

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3.5 Erhöhen („raise“)
Wenn ein Spieler vor Dir gesetzt hat, kannst Du dessen Einsatz erhöhen („raise“).